Aller Anfang ist der Eingang

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Die Lebensenergie in unseren Wohnungen und Häusern wird maßgeblich durch die Lebensenergie der Umwelt und der damit verbundenen Lenkung zum und in das Haus beeinflusst. Die Qualität und Intensität der Lebensenergie in den eigenen vier Wänden lässt sich daher viel wirkungsvoller im Außenbereich gestalten. Vielfach wird Raumenergetik aber nur mit der Innenraumgestaltung identifiziert. In welchem Zusammenhang steht das Außen mit dem Innen?

Etwa 70 Prozent der Lebensenergie werden durch die äußeren Umstände, wie das Grundstück, die Straße, die Nachbarn oder die Siedlung bestimmt. Nur 30 Prozent der Lebensenergie passieren über die Gestaltung der Innenräume durch Energiefluss, Raumaufteilung, Möblierung, Farbe, Form und Material. In der Raumpsychologie und Raumenergetik hat dieser Bereich große Bedeutung, denn an dieser Schnittstelle wird die Lebensenergie von draußen über die Schwelle nach innen gebracht.

Es gibt bei der Gestaltung der Eingangssituation zahlreiche Herausforderungen. In dem Moment, in dem die Wohnungstür zum öffentlichen Bereich aufgeht, hat man beispielsweise in den seltensten Fällen noch Gestaltungskontrolle über Treppenaufgänge, Flure, Wand- und Türfarbe oder den Vorgarten des Mehrfamilienhauses. Was wir dennoch tun können und was für einen gelingenden Eingang wichtig ist, möchte ich in diesem Blog beleuchten.

  1. Der Eingang beginnt an der Bordsteinkante

Wie gesagt, Lebensenergie kommt aus der Natur – und erreicht unsere Behausungen daher aus der Umwelt. Die Gestaltung unserer Umwelt hat also einen großen Einfluss auf Qualität und Menge von Lebensenergie. Dazu aber in einem anderen Blog. Wir beginnen an der Bordsteinkante. Also bei der Straße oder dem Weg zu unserem Haus. Da kann es passieren, dass eine unpassende Gestaltung dazu führt, daß die Lebensenergie nicht zum Haus führt, sondern geradewegs daran vorbeipfeifft.

2. Die Trompete macht die Musik

Die Lebensenergie verlässt die Straße, wenn sie dazu gelenkt wird. Eine Trompete kann helfen, das kennen wir von den Garagenzufahrten. Der Lebensenergiefluss braucht aber auch für Wege und Zugänge einen Radius und eine eindeutige Führung. Der Übergang von der Straße zum Grundstück ist die erste Schwelle und bedarf der ersten Aufmerksamkeit.

3. Gabionen sind die neuen Thujen

Wir haben ein Grundbedürfnis nach Privatheit. Dieses wurde in früheren Zeiten durch einen einsichtsgeschützten Innen- oder Hinterhof erreicht. Beim Ein- oder Mehrfamilienhaus ist das nicht mehr möglich und wird an der Grundstücksgrenze gestillt – durch eine einsichtsschützende Umzäunung. Geometrisch geschnittene Thujenhecken, blickdichte Aluzäune oder Gabionen (Steinkörbe) wehren aber auch die Lebensenergie sehr erfolgreich ab.

4. Irrgarten oder Schotterwüste

Es ist ein Trugschluss, und schön sieht es auch nicht aus: Immer mehr Vorgärten verwandeln sich in Schotterflächen, weil die Hausbesitzer glauben, das sei pflegeleicht. Weit gefehlt! Schottergärten machen viel mehr Arbeit als ein gut geplanter und bepflanzeter Vorgarten. Sie sind eine Ohrfeige für Natur und Umwelt und das Gegenteil guter raumenergetischer Gestaltung.

5. Nicht gerade drauf los!

Die Wegführung sollte möglichst nicht gerade auf das Haus zulaufen, sonst fließt die Lebensenergie zu schnell auf den Eingang zu. Das macht Stress. Ein geschwungener Zugang entspricht dem natürlichen Energiefluss der Mäandrierung. Der Schritt verlangsamt sich und die gesamte Eingangssituation kann atmen und zur Ruhe kommen.

6. Wegeleitführung ganz privat

Leiten Sie Ihre Besucher und die Lebensenergie zum Eingang. Je versteckter Ihre Haustür ist, desto deutlicher sollten Sie ihnen den Weg weisen. Pflasterung und Bepflanzung kann große Dienste leisten. Bringen Sie die Hausnummer, das Namensschild und die Klingel gut leserlich und erkennbar an! Das macht es den Besuchern einfacher und gibt Ihnen das Gefühl des Willkommenseins. Dies gilt umso mehr für Kunden, wenn wir Geschäfts- und Praxisräume im Haus haben.

7. Die Optik vermittelt Bedeutungen

Befreien Sie den Vorgarten von Müll und Unrat! Und verstecken Sie die Mülltonnen hinter einem Holzverschlag oder ähnlichem! Ein unaufgeräumter Eingangsbereich macht nicht nur bei Besuchern einen schlechten ersten Eindruck, sondern lässt auch die Energie stocken. Der Lebensenergiefluss nimmt die vermüllte oder verdorbene Energie mit ins Haus.

8. Einladend oder abschreckend

Verzichten Sie im Eingangsbereich generell auf abschreckende Symbolik – außer Sie wollen Ihre Besucher fernhalten. Auch links und rechts vom Eingang massive Bepflanzung anzubringen, wirkt eher bedrohlich und beengend, als dass das Haus „Willkommen“ sagt. Eine Bank oder Stühle vor der Tür symbolisieren hingegen dem Besucher: „Hier kannst Du Dich in Ruhe niederlassen, Du bist willkommen“. Lebensenergie mit Willkommensqualität ist besonders wertvoll!

9. Auf die Sicherheit achten

Achten Sie darauf, dass die Pflastersteine oder Platten festsitzen und nicht zu Stolperfallen werden! Und beleuchten Sie Zugang und Eingang gut! Auf dem Weg zur Haustür kann es aber auch manche energetische Stolperfalle gebe. Dies sollte von einem Raumenergetiker jedenfalls geprüft werden.

10. Auch Bäume können blockieren

Setzen Sie große Bäume nie direkt vor die Eingangstür! Genauso stören Säulen oder Pfeiler mittig eines Eingangs. So eine Situation spaltet den Energiefluss und verunsichert die Ankommenden. Ein verdeckter Eingang wird nicht gesehen und die Energie fließt daran vorbei.

11. Eine Analogie zum Nachdeken

Der Eingang eines Hauses ist mit dem menschlichen Körper vergleichbar: Der Mund (Haustür) nimmt die Nahrung (Lebensenergie) auf. Von dort wird sie im ganzen Körper (Haus) verteilt. Nachdem alle lebenswichtigen Stoffe (unterstützende Energie) entzogen sind, wird der Rest (verbrauchte/nicht zu nutzende Energie) wieder ausgeschieden (Fenster).

12. Ein Vorplatz vor der Tür

Achten Sie darauf, dass sich die Lebensenergie vor Ihrer Tür sammeln kann, bevor sie in die Haustür hineinfließt! Am besten durch eine runde Pflasterung vor der Haustür. Oft sieht man einen solchen Energie-Sammelplatz bei Schlössern oder alten Herrenhäusern. Man kann ihn aber auch mit wenig Platz im eigenen Vorgarten kreieren. Wichtig ist das Gefühl: hier komme ich an, hier kann ich mich sammeln, hier ist ein Platz der mich hält und schützt, bevor ich an die Tür gehe.

13. Reinigung von Mensch und Energie

Zu- und Eingänge lassen sich auch zur energetischen Reinigung gebrauchen. Wir kennen diese Funktion von den gotischen Trichterportalen. Ankomende passieren eine „energetische Waschanlage“ und gelangen „frisch geduscht“ in das Haus. Eine symmetrische Gestaltung und bestimmte Pflanzen beidseits der Wegführung reinigen auch die ankommende Lebensenergie.

14. Entscheidungen an der Schwelle

Die alten Traditionen in Europa messen dem Eingang eine magische und wichtige Bedeutung zu: Grenze, Schwelle, Du und Ich, Drinnen und Draußen. Nicht umsonst hält sich bis heute der schöne Brauch, die Braut über die Schwelle in ein neues Leben zu tragen oder einen Haussegen über der Tür anzubringen. Auch Symbole wie das Glückshufeisen oder das magische Auge sind am Ort des Überganges zwischen der Welt „da draußen“ und „bei mir drinnen“ immer wieder zu finden.

15. Die Haustür

Bauen Sie eine stabile und Schutz bietende, aber trotzdem einladend wirkende Haustür ein! Sie sollte nicht aus Glas sein, weil die Tür dann keine Grenze mehr zwischen Außen und Innen ziehen kann; doch diese Grenze und Schwelle ist sehr wichtig. Die Tür sollte auf jeden Fall einladender und prominenter sein als die Garagentür– oft ist es leider umgekehrt. Da stellt sich die Frage, was im Leben wichtiger ist: das Auto oder die Menschen, die mich über meine Tür finden wollen?

16. Farbe und Symbolik

Achten Sie auch bei der Farbwahl der Haustür und der Türleibung darauf, dass sie nicht zu aggressiv ist, sondern einladend wirkt! Rot sollte vermieden werden, es sei denn der Berater oder die Beraterin rät ausdrücklich dazu. Achten Sie auf die Türsymbolik! Vermeiden Sie Kreuze oder Stoppschilder! Sonnensymbol und Lebensbaum wirken dagegen sehr unterstützend. Die Symbolik am Haus habe ich in einem eigenen Blog beschrieben.

17. Zwei Eingänge sind einer zuviel

Wir finden es häufig: eine Haustür und ein weiterer Eingang durch die Garage. Am häufigsten wird dann der Zweiteingang genutzt, weil es eben praktisch ist – und wetterunabhängig. Das führt zu einem Kollateralschaden: Lebensenergie kommt durch den Haupteingang ins Haus. Und wenn dieser weniger genutzt wird, kommt auch weniger Lebensenergie ins Haus. Eine Planung, wie wir geschützten Hauptes von der Garage durch die Haustür ins Haus kommen, macht sie bezahlt!

18. Und zu guter Letzt:

Laden Sie Ihre Nachbarn und andere Besucher zum Verweilen bei einem netten Plausch ein! Schaffen Sie sich einen gemütlichen Sitzplatz vor dem Haus! Im nächsten Blog sprechen wir dann über den ersten Raum des Hauses.

RAUMIMPULSE
Mag. Wolfgang Strasser
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