Raum für Gesundheit

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Gesundheitsförderung Raum geben

Jeder der eine Krankheit zu bewältigen hat weiß, wie wichtig es ist, Kräfte zu mobilisieren, die für die Heilung förderlich sind. Das vergessen wir oft, wenn es uns gut geht. Viel besser wäre es doch, die gleichen Energien einzusetzen, damit wir erst gar nicht krank werden. Gesundheitsförderung war immer das zentrale Thema aller Kulturen. Heute verbinden wir es meist mit Ernährung und Be­wegung. Auch mit psychischem und sozialem Wohlergehen. Zögerlich, aber zunehmend erkennen wir, dass auch umwelt­bedingte Belastungen unserer Gesundheit nicht zuträglich sind. Bei einem möglichen Zusammen­hang von Wohnraum und Gesundheit dagegen sind noch viele blinde Flecken festzu­stellen. Gesundheitsförderung ist der Kern jeder Lebensraumberatung. Es ist mir daher ein besonderes Anliegen, Aspekte einer räumlichen Gesundheitsförderung aufzuzeigen.

Kein isoliertes Thema

Kann Gesundheit als eigenständiges, für sich isoliertes Thema betrachtet werden? Nein, und trotzdem versuchen wir es immer wieder zu tun, indem wir uns auf die Symptome statt auf die Ursachen fokussieren und versuchen diese zu behandeln. Gleiches machen wir auch in unseren Wohnräumen. Ein Abschirmstecker ist so einfach, den Rest blenden wir aus.

Ein ganzheitliches Thema

In vielen Kulturen sind Medizin und Architektur geschwisterliche Wissenschaften. Und das aus gutem Grund. Sie gehen von miteinander zusammenhängenden Ansätzen aus.

Für das Thema Gesundheit gibt es viele Definitionsmöglichkeiten. Beim Studium dieser lässt sich erkennen, wie wichtig eine ganzheitliche Sichtweise ist. Sonst ist die Gefahr sehr groß, dass wir etwas übersehen oder dass nur Ursachen im Fokus stehen. Ganzheitlichkeit heißt, dass wir auf der physischen, energetischen, mentalen, emotionalen, geistigen oder seelischen Ebene im Gleichgewicht sind. Das ist ein theoretischer Zustand, ganz klar. Aber das kann auch der Leitfaden für eine tägliche Gesundheitsförderung sein.

Physische Einflüsse

Innenräume öffnen

Räume können offensichtlich krank machen. In den uns umgebenden Materialien und in der Raum­luft sind etwa 8000 bekannte Wohngifte und Schad­stoffe wie Form­aldehyd, Lösemittel oder Weich­macher enthalten. Auch natürliche Gifte, wie der Schimmelpilz, sind häufiger Mitbewohner, als wir ahnen. Da wir als Mitglieder der „Indoor-Generation“ etwa 90% unserer Zeit in Innen­räumen verbringen, sind wir diesen Belastungen nahezu ständig ausgesetzt.

Radon nicht atmen

Prüfen Sie Ihre Radonbelastung! Radon ist nach dem Rauchen die häufigste Ursache für Lungenkrebs. Eine Untersuchung ist relativ einfach, aber freiwillig (ausgenommen Arbeitsstätten­verordnung). Daher ist eine Hinweispflicht auch nicht zwingend. Dabei lassen sich hohe Radonkonzentrationen in Gebäuden durch einfache bauliche Maßnahmen vermeiden.

Stress vermeiden

Elektrosmog und Lichtsmog sind äußerst wirkungsvolle Stressoren. Auch diesen sind wir täglich ausgesetzt. Strom oder Funk erzeugen nieder- oder hochfrequente Felder, LED schadet unseren Augen und dem Hormonsystem. Wir können viel von diesem Stress vermeiden, wenn wir uns eigenverantwortlich darum kümmern. Was wir bei Lärm und Gestank ja auch tun.

Energetische Einflüsse

Auf die Erde achten

Wasseradern und geologische Verwerfungen sind mittels Magnetfeld- oder Ionisationsmessung zwar technisch messbar, die physiologische Wirkung ist aber immer in Diskussion. Dies deshalb, weil es dabei um die energetische Ebene oder das Vitalfeld des Menschen geht. Und das ist eben nicht Teil der medizinischen Praxis. Sollte es aber, denn die Zusammenhänge sind gut erkennbar.

Wir gehen mit energetischen Phänomenen der Erde auch deshalb in starke Resonanz, weil wir selber über einen energetischen Körper, ein vitalenergetisches Feld besitzen.

Den guten Platz suchen

Spürige Menschen suchen sich instinktiv den guten Platz zum Schlafen. Wer glaubt, diesen Spürsinn nicht zu haben, kann sich helfen lassen. Es zahlt sich jedenfalls aus, geobiologischen Stress zu meiden und den „guten Platz“ zu nutzen. Dieser ist aber nicht auf dem Grundrissplan feststellbar, sondern nur radiästhetisch lokalisierbar.

Den himmlischen Heiler aktivieren

Traditionelle Harmonielehren beschreiben Lebensenergie in unterschiedlichen Qualitäten. So kann Lebensenergie beispielsweise elementare oder richtungsorientierte Qualitäten haben. Eine Richtungsenergie der „himmlische Heiler“, so dessen daoistische Benennung. Diese förderliche Richtung ist für jeden eine andere. Sie zu ermitteln und sich danach auszurichten, ist sehr gesundheitsfördernd.

PS: Es gibt neben der förderlichen Gesundheitsrichtung (= Schlafrichtung) auch eine Beziehungs­-, eine Arbeits- und eine Glücksrichtung für jeden Menschen. Dem gegenüber stehen vier belastende Richtungen. Es braucht immer einen Ausgleich, sonst drehen wir durch …

Keine einfachen Methoden

Ein erstes Missverständnis

Gesundheit wird sehr häufig dem archetypischen Bereich der Familie zugeordnet. Im Feng Shui wird diesem Tri gramm das Element Holz und der 1. Sohn (Chen) zugeordnet. Diese Kombination hat viel mit Wachstum und Gesundheit zu tun. Die Zuordnung der Gesundheit zu diesem Trigramm ist nicht falsch, jedoch irreführend. Es reicht nicht aus, sich nur um diesen Bereich zu kümmern, wenn man die Gesundheit unterstützen möchte.

Ein zweites Missverständnis

Viele Berater sprechen von Gesundheits-, Reichtums- oder Partnerecken in jedem Raum. Im klassischen Feng Shui gibt es diesen Ansatz nicht, da Richtungsenergien aus den tatsächlichen Himmelsrichtungen von außen die Wohnung erreichen. Ein Gesundheitseck in jedem Raum einzurichten hat nichts mit Feng Shui zu tun. Ist aber eine gute Erinnerung an unsere Vorsätze.

Ausgleich in alle Richtungen

Gesundheitsförderung resultiert in allen traditionellen Harmonielehren aus dem Ausgleich aller förderlichen und belastenden Richtungs­energien. Jedes Trigramm ist für die Gesundheit mit­verantwortlich. Es würde gar nichts bringen, die Gesundheit in einem bestimmten Bereich der Wohnung unterstützen zu wollen, wenn in anderen Bereichen ungünstige Einflüsse nicht optimiert werden.

Psychische Einflüsse

Psychosomatische Themen

Mentale oder emotionale Verletzungen sind der Beginn einer Schwäche und in der Folge einer Krankheit. Das hat man auch in der Medizin unter dem Begriff Psychosomatik erkannt und entsprechende Diagnosen und Behandlungen entwickelt. Gesundheitsförderung in diesem Zusammenhang heißt, sich ständig mental und emotional zu reinigen und zu stärken.

Grundenergie Wohnung

Gedanken und Gefühle, Freude und Ängste widerspiegeln sich in unseren Wohnräumen. Das psychische Befinden lässt sich an der Wohnsituation ablesen. Das beginnt bei der Wohnungs­wahl und endet bei der Einrichtung. Wir gestalten unser Umfeld, welches dann wiederum auf uns einwirkt. Es ist ein reziproker, wechselseitiger Vorgang.

Tapetenwechsel

Solange wir uns dessen nicht bewusst sind und gezielt etwas daran ändern, bleiben wir in dieser Energie. Veränderung ist wie Tapetenwechsel, eine Änderung von Haltung und Sichtweise. Eine neuen Grundenergie kann auch Veränderungen in der Lebensweise unterstützen.

Zur Klarstellung: Raumenergetische und raumpsychologische Maßnahmen verändern nicht das Leben, sondern unterstützen durch jeweils veränderte Grundenergien unsere Lebensprozesse.

Mentale Stärke trainieren

Die Bedeutung des positiven Denkens ist allgemein bekannt. Dass dies über unseren Mentalkörper auch physiologische Bedeutung haben kann, ist weniger präsent. Mentale Verletzungen können die Gesundheit angreifen. Inspirationen helfen uns dagegen. Manifestationen unserer Gedankenkraft finden sich auch in unseren Wohnräumen. Die mentale (geometrische) Mitte des Wohnraumes drückt dies aus.

Emotionale Resilienz stärken

Emotionen und Gefühle wurden lange nicht zugelassen. Dabei sind sie die Grundlage unseres Emotionalkörpers. Hier greifen Verletzungen zuerst an. Emotionale Abdrücke des Menschen führen zur Notwendigkeit von Raumklärung und Ortsheilung. In dieser Ebene erreichen uns auch Intuitionen. Ein Kanal kann auch die emotionale (gefühlte) Mitte des Wohnraumes sein.

Spirituelle Einflüsse

Geistige und seelische Einflüsse sind nicht leicht zu behandeln. Zu stark ist die Bewusstseinsschwelle dorthin. Und dennoch haben wir Methoden entwickelt, um zumindest sich zeigende systemische oder karmische Themen ansehen zu können. Diese Themen sind bedeutend bestimmender als die energetische Arbeit mit Formen, Farben und Materialen.

Urgesetze und archetypische Bezüge bieten auf dieser Ebene auch Planungs- und Gestaltungs­möglichkeiten für unsere privaten, betrieblichen und öffentlichen Lebensräume.

Zu guter Letzt:

Diese Betrachtungen machen deutlich, Gesundheit kann nicht an sich betrachtet werden, sondern ist das Ergebnis, die spürbare Folge, der Harmonie des Lebens. Die beste Gesundheitsförderung ist erreicht, wenn wir alle Ebenen in unsere Überlegungen miteinbeziehen. Und wenn unser Lebensraum ebenso im Gleichgewicht ist, wie unsere Lebensweise.

Wie die optimale Gestaltung aussieht, das hängt vom jeweiligen Objekt, von seinen Bewohnern und von der angewandten Methode ab. Entscheidend bleibt, dass wir uns um alle Bereiche kümmern und nicht nur einen oder einige wenige Bereiche auswählen.

rung ist, sein eigenes Maß zu finden und nicht nach den Maßen anderer zu schauen. Reich ist der, dem reicht, was er hat.

Über den Autor:

Mag. Wolfgang Strasser ist Lebensraumberater und -coach, Unternehmens- und Kommunalberater. Mit RAUMIMPULSE berät er Menschen bei der Gestaltung ihrer Lebensräume.

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Mag. Wolfgang Strasser
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