Raum für Image

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Räumlicher Ausdruck von Erfüllung und Anerkennung

Nicht jeder Mensch braucht Ruhm oder will im Mittelpunkt oder im Rampenlicht stehen. Aber jeder Mensch braucht Anerkennung, möchte als er selbst von seiner Umwelt wahrgenommen und respektiert werden. Es braucht Mut und Selbstvertrauen, einen eigenen Weg zu gehen und die Anerkennung zu riskieren. Schließlich geht es um nichts Geringeres als den eigenen walk of fame. Ob dieser auch zur Lebenserfüllung führt? In der Lebensberatung wären das gleich mehrere brisante Themen. In der Raumberatung konzentrieren sie sich in einem gemeinsamen arche­typischen Bereich. Diesen möchte ich mir genauer ansehen.

Der archetypische Bereich für die Lebenserfüllung steht am Ende der einer ebenso archetypischen Lebensachse in der räumlichen Umgebung. Sie führt vom archetypischen Bereich des Zu- und Eingangs in das Leben mit der Lebensaufgabe in die Zukunft. Links und rechts bilden die Räume einen Rahmen aus persönlicher Prägung und sozialem Handeln. Was wir mit dieser raumpsychologischen Betrachtung sehen, ist eine Abbildung des Lebensweges in der Grundriss- und Raumgestaltung unserer Wohnungen.

Klären, was gemeint ist

Außenwahrnehmung

Ein gutes Image bedeutet einen guten Ruf und ein hohes Ansehen zu haben. Das braucht nicht jeder Mensch. Was aber jeder Mensch braucht, ist Anerkennung. Beides hat mit dem Fremdbild, der Wahrnehmung der Umgebung zu tun, aber auch mit Ausstrahlung und Charisma.

Innenwahrnehmung

Das Selbstbild nährt sich von einer anderen archetypischen Seite, ist aber ebenso imageprägend wie das Fremdbild. Es ist oft eingetrübt und überprägt. Es braucht Klarheit, Mut und Selbstvertrauen, eine Haltung und eigene Meinung, einen selbstbestimmten Weg zu gehen. Letztendlich ist es die Selbsterkenntnis, die uns weiterbringt.

Erfüllung im Leben

Lebenserfüllung und was der/die Einzelne darunter versteht, ist ein Thema, das sich im Laufe des Lebens verändert. Auch der Begriff Erfolg wird mit unterschiedlichen Inhalten gefüllt. In jedem Lebensabschnitt gibt es andere Prioritäten, was wir als erfolgreich oder erfüllend verstehen. Es ist eben ein Zukunftsthema.

Stellen Sie sich folgende Fragen als kleine Übung: Welche Vorstellung habe ich von meinem zukünftigen Lebenserfolg? Was bedeutet Erfüllung in meinem Leben?

Verortung des Lebensthemas

Das Lebensthema Erfüllung bildet sich im Raumpsychogramm im archetypischen Feld mittig oben ab. Das archetypischen Feld lässt sich auch mit den Begriffen Visionen, Lebensziel, Lebenssinn beschreiben.

Archetypus Erfüllung/Anerkennung und seine Beziehungen

Der Weg dorthin

Der Weg von der Lebensaufgabe zum Lebenssinn ist nicht immer klar erkennbar. Ikigai (jap. für Lebens­sinn) ist beispielsweise eine wunderbare Methode, den Standpunkt zu bestimmen. Wichtige Aufgabe ist es, Selbstbild und Fremdbild zu unterscheiden. Damit erhält man Orientierung und Ausrichtung für den Lebensweg.

Die Quellräume

Innen- und Außenwahrnehmung sind nur die Bilder. Dahinter liegen die Quellen für unser Anerkennung und Erfüllung. Wenn es also hakt, dann lohnt es sich, dort nachzusehen. Nicht nur für Anerkennung rechts und für Erfüllung links. Wir finden beides an beiden Seiten. Das ist wichtig, damit wir mit dieser ganzheitlichen Sichtweise nichts übersehen.

Die Wegbegleiter

Die Nachbarbereiche für Anerkennung und Erfüllung sind unsere Werte und unser Reichtum auf der einen Seite und unsere Liebe und unsere Beziehungen auf der anderen Seite. Sie sind unsere Stützen, unsere Wegbegleiter am Lebensweg. Die Felder zu stärken, stärkt uns auch am Weg, den wir gehen. Aber es braucht substantielle Stärkung, Dekoration wäre zuwenig hilfreich.

Aspekte der Raumgestaltung

Was wird empfohlen?

Häufig wir in diesem Bereich der Einsatz von feurigen Formen, Farben und Materialien einzusetzen. Feuer ist die energiespende und erhellende elementare Qualität. Unter diesen Aspekten kann der Bereich gerne gestaltet werden. Ich mache aber darauf aufmerksam, dass damit keine spontane Änderung von Image und Ansehen einhergeht.

Was will ich zeigen?

Image ist eine Strategie. Ein Plan, was ich von mir zeigen will, damit die Welt ein bestimmtes und gewolltes Bild von mir bekommt. Ein Abbild meiner selbst. Das kann bewusst inszeniert sein oder durch mein Selbstverständnis unbewusst entstehen. Als Grundregel kann gelten, je authentischer ich die hintere Mitte gestalte, desto mehr folgt mein Lebensweg einem roten Faden.

Was zeigt sich tatsächlich?

In diesem archetypischen Bereich treffen sich Selbst- und Fremdwahrnehmung wie in keinem anderen Bereich. Wir können diese räumliche Umgebung also sehr gut zum Austesten von Selbst- und Fremdbild nutzen. Hören Sie hier ganz besonders aufmerksam die Sie betreffenden Äußerungen von Familienmitgliedern, Freunden und Gästen. Decken sie sich mit Ihren Bildern?

Was will ich erreichen?

Erfüllung ist ebenso eine Strategie. Was will ich im Leben erreichen? Meist wird die Frage mit beruf­lichen und gesundheitlichen Zielen beantwortet. Aber geht es dabei wirklich immer um lebens­erfüllende Visionen? Eine Raumgestaltung unter sinnstiftenden Aspekten bietet eine Sogwirkung in diese Richtung an. Wie gesagt, Methoden wie Ikigai können dabei helfen.

Was habe ich tatsächlich erreicht?

Die Platzierung von Etappensiegen ist eine tolle Sache. Urkunden, Pokale oder ähnliches sind äußere Ausdrücke dafür. Ich denke aber, diese Trophäen gehören eher in die archetypische Zone der Vergangenheit und nicht der Zukunft. Außer sie dienen unmittelbar dem gegenwärtigen und künftigen Erfolg, wie beispielsweise Diplome in einer Praxis.

Walk of fame – was hinterlasse ich?

Vergessen werden ist wohl eine der Urängste des Menschen. Was ist meine Bedeutung, meine Hinterlassenschaft in der Welt? Einzelne Trophäen sind es wohl nicht, die werden irgendwann weggeräumt. Eine räumliche Verankerung meines Lebenssinns kann mich in meiner Entwicklung leiten und erinnern.  

Was bietet mir Orientierung?

Lebensziele haben viel mit der Orientierung am Lebensweg zu tun. Wie ein Leuchtfeuer an der Küste kann räumliche Gestaltung eine Orientierung bieten. Was es dazu braucht, ist Sichtbarkeit und Klarheit. Ich muss meinen Weg verstehen und das Ziel sehen können. Das Leuchtfeuer muss klar und hell sein, denn der Weg verläuft oft im diffusen und nebeligen.

Was gibt mir einen Rahmen?

Der Weg ins und durchs Leben gestaltet sich als Synthese von links und rechts. Die Einflüsse der benachbarten Themen (Werte und Liebe) wirken auf dem Weg als Rahmenbedingung, die fix einwirken. Sie haben Einfluss, ob bewusst oder unbewusst.

Der Weg ist das Ziel

Ausgehend vom Start mit der Lebensaufgabe bis hin zum Ziel mit der Lebenserfüllung ergibt sich ein Weg, der Lebensweg, der von der Vergangenheit in die Zukunft führt. In der Mitte befindet sich die eigene Mitte, das Selbst, die Identität. Links und rechts bilden die Räume einen Rahmen aus persönlicher Prägung und sozialem Handeln.

Zu guter Letzt

Machen Sie sich unabhängig von der Meinung anderer, werden Sie selbstbewusst mit einer strahlenden Aura und entdecken Sie Ihr Potential zum Außergewöhnlichen.

Über den Autor:

Mag. Wolfgang Strasser ist Lebensraumberater und -coach, Unternehmens- und Kommunalberater. Mit RAUMIMPULSE berät er Menschen bei der Gestaltung ihrer Lebensräume.

RAUMIMPULSE
Mag. Wolfgang Strasser
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